Rauhnächte und Yoga

Am 21. Dezember beginnen die Rauhnächte. Wintersonnenwende, längster Tag des Jahres. Danach kehrt das Licht zurück. Im Kundalini Yoga Winter-Solstice. Das sind besondere Krafttage- und Nächte. Meine Mutter hat früher immer gesagt, dass zwischen Weihnachten und Silvester keine Wäsche auf die Leine darf. Weil dann die wilden Winde kommen und sie fortreißen. Meine Mutter war gar keine Anhängerin mystischer Rituale. Aber diese Rauhnächte haben eine ungebrochene Faszination. Die Texte unten hat eine Heilerin zusammengestellt, die jedes Jahr zu besonderen Anlässen Menschen einlädt, achtsam diese Stunden der Kraft zu nutzen. Die Rauhnächte gehen bis zum 6. Januar, Dreikönigsfest. Und jede hat ein eigenes Thema, stellt uns eine besondere Aufgabe. 

 

Die Themen der rauhen Nächte:

21.12.   Vorbereitung

             13 Zettel für jeden Tag beschriften (s.u.)

22./

23.12.   Ankommen

             Umschalten, aus dem Alltagsmodus herauskommen

24.12.   Vertrauen

             das Wunder dieser Nacht zulassen

25.12.   Stille

             langsames, behutsames Ertasten
26.12.   Frieden

             mit sich im Reinen sein; was in der Erde ruht, wird wachsen
27.12.    Aufbruch

              all das, was wachsen möchte
28.12.    Neugierde

              kindlich, offen, mit Freude erwarten, was da kommen mag
29.12.    Strategie

              Überblick gewinnen
30.12.    Aktivität

              Kraft der Bewegung, nicht aus dem Kopf, aus dem Körper
31.12.    Gesellschaft

              Freunde, Feiern
01.01.    Fülle

              alles ist ausreichend vorhanden; Fruchbarkeit, Freude über das, was da ist
02.01.    Intuition

              Gefühle und Seele, Blick nach innen
03.01.    Ernte

              Früchte erkennen, die gewachsen sind, neu säen
04.01.    Dankbarkeit

              Einsammeln der Früchte, die Verbindung mit allen sehen und ehren
05.01:    Weisheit

              Wissen suchen, das Fragenstellen üben, Rückzug; Altes verabschieden

              mit dem Wissen, dass alles schon da ist

 

Es beginnt mit dem Thomastag am 21. Dezember:

Am Thomastag verabschieden wir uns vom alten Jahr. Damit keine negative Energie ins neue Jahr übernommen wird, darf an diesem Abend alles gründlich mit Ritualkräutern durchgeräuchert werden: Haus oder Wohnung, früher auch Ställe und Felder. Damit vertreibt man böse Geister, die sonst die nahende 'heilige Zeit' stören würden.

Wenn wir geräuchert haben, überlegen wir uns, was wir an Wünschen und Sehnsüchten für das neue Jahr haben. Wir nehmen 13 kleine Zettel und schreiben auf jeden einen wichtigen Wunsch für das neue Jahr. Diese falten wir gleichmäßig und geben Sie in ein Glas, eine Schachtel oder ein Säckchen.

Heute ist ein guter Tag zum Meditieren. Zum Beispiel die Meditation gegen schlechte Gewohnheiten: Einfache Haltung, Fäuste gegen die Schläfen, Kiefer aufeinanderpressen, loslassen im Wechsel.

In Hamburg findet, schon fast traditionell, die Lange Nacht der Mystik statt.

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Kommentare: 1
  • #1

    Annette Horschmann (Dienstag, 22 Dezember 2015 00:54)

    Was fuer eine Superidee. Hab ich noch nie von gehört. Mal sehen, wie ich das mit der geschäftigen Weihnachtszeit vereinbaren kann....Danke, liebe Conny!

"It's not life that matters, it's the courage you bring to it."

Yogi Bajan

Ackerbraut

Cornelia Brammen

Kundalini Yogalehrerin Stufe 1
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